WIR BLEIBEN IN VERBINDUNG

In Verbindung bleiben, so war es früher

Manche werden sich noch an die Zeit erinnern zu der nicht jeder ein Telefon hatte. Wie hat man sich da verständigt? Wer in der Nähe wohnte ging zum Nachbarn und klingelte an. Verwandtenbesuche wurden mit einem Brief oder einer Postkarte vorbereitet. Wer einer Einladung folgte schrieb zurück. Telefoniert wurde an der Telefonzelle oder bei einem freundlichen Nachbarn. Die Verständigung funktionierte, wenn auch nicht so schnell. Aber man kannte es nicht anders und alle haben sich an das mögliche gehalten.

In Verbindung sein zur Corona-Zeit

Aktuell ist vieles wegen Corona nicht mehr möglich an das wir uns in den letzten Jahrzehnten gewöhnt haben. Um sich zu verständigen brauchen wir eigentlich nicht mehr das Haus zu verlassen, nicht mehr eine Postkarte schreiben. Eigentlich jeder hat heute ein Telefon. Das ist nichts besonderes mehr. Manche haben ein Handy, selbst Senioren. Sogar im Internet kennen sich einige aus und schreiben ein Mail, welches den alten Brief ersetzt. Wir sind aber nicht nur auf Verständigung angelegt, sondern brauchen Begegnung. Aber gerade diese ist nicht möglich zur Zeit. Also verbinden wir uns so gut wie möglich. Öfter mal telefonieren. Miteinander sprechen und uns unsere Sorgen sagen. Mit den Freundinnen und Freunden, mit der Familie. Wir tun das was geht und freuen uns auf die Zeit in der eine persönliche Begegnung wieder möglich ist. Wir helfen uns gegenseitig in dieser herausfordernden Zeit. Wir nehmen auch Hilfe an von Menschen die gerne für uns etwas besorgen wollen. Danke an die Menschen, die uns mit kleinen Aufmerksamkeiten überraschen. Danke auch an unseren Pastor für seinen nachstehenden Ostergruß.

Die Oster-Botschaft

Erscheinung vor den Jüngern (Joh 20,19-23)
19 Es war am Abend eben jenes ersten Wochentages - die Jünger hatten dort, wo sie waren, die Türen aus Furcht vor den Juden verschlossen -, da kam Jesus und trat in ihre Mitte, und er sagt zu ihnen: Friede sei mit euch! 20 Und nachdem er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite; da freuten sich die Jünger, weil sie den Herrn sahen. 21 Da sagte Jesus noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22 Und nachdem er dies gesagt hatte, hauchte er sie an, und er sagt zu ihnen: Heiligen Geist sollt ihr empfangen! 23 Wem immer ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr sie festhaltet, dem sind sie festgehalten.

Im Johannes Evangelium gibt Jesus seinen Jüngern gleich nach der Auferstehung den Heiligen Geist. Die Begegnung beginnt aber damit, dass Jesus den Jüngern seinen Frieden wünscht. Die Jünger haben sich zurückgezogen und abgeschottet in ein privates Haus. Auch dort findet und erreicht sie der auferstandenen Christus. Auch wir leben in diesen Tagen zurückgezogen und abgeschottet, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Aber ganz genau so wie die Jünger und Jüngerinnen damals, dürfen auch wir davon ausgehen, dass der Auferstandene uns finden und uns seinen Frieden bringt.

Die Geschichte der christlichen Kirche endete nicht mit den verschreckten und ängstlichen Jüngern in dem verschlossenen Haus. Jesus kommt um sie zu senden. Damit geht die Geschichte erst los. Was in der Welt geschieht hat keinen Einfluss darauf ob sich das Reich Gottes entwickelt oder nicht. Oder ob Gott den Menschen nahe ist oder nicht. So auch nicht heute, hier und überall auf der Welt wo Menschen unter dem Coronavirus leiden.

Von diesem Punkt an haben die Jünger den Heiligen Geist, der sie fest miteinander und mit Christus verbindet wo auch immer sie auf der Welt sind. Er steht ihnen bei, tröstet sie und hilft ihnen zu verstehen, was die Botschaft Jesu für sie und die Menschen um sie herum bedeutet. Egal wie ihre Situation ist Christinnen und Christen sollen immer wissen, dass sie niemals alleine sind. Immer sind ihr Herr und ihre Geschwister fest mit ihnen verbunden und im Heiligen Geiste unmittelbar da. Mit Gebeten, Anrufen, Karten, Fotos, besonderen Erinnerungen an Treffen und Begegnungen und auf vielfach weitere Art können wir uns das immer wieder in Erinnerung rufen.

Friede sei mit Euch, liebe Schwestern und Brüder, Euer David Burau

Wann können wir uns wieder treffen?

Es ist mir zu Ohren gedrungen dass einige den monatlichen Seniorentreff sehr vermissen. Uns geht es auch so. Persönlich Kontakte zu haben ist zur Zeit immer noch nicht sinnvoll. Auch unser nächstes Treffen am 21. April wird nicht stattfinden. Auch wenn öffentlich immer wieder der 19. 4. als Stichtag genannt wird, wird Corona sich wohl nicht daran halten. Somit setzen wir unsere Hoffnung auf ein Zusammenkommen am 19. Mai. Es wäre doch schön gemeinsam "Der Mai ist gekommen" zu singen.

Wie können wir durchhalten?

Die Hoffnung uns bald wieder zu sehen müssen wir nicht aufgeben. Wir haben die Hoffnungsvolle Osterbotschaft unseres Pastor gelesen. Auch unser Abschlusslied, welches wir jedes mal singen, kann gut helfen. Ich denke da besonders an die dritte Strophe.

Dass wir uns hier in diesem Tal

noch treffen so viel Hundert mal,

Gott mag es schenken,

Gott mag es lenken,

er hat die Gnad.

Seid gesegnet in dieser Österlichen Zeit.

Herzliche Grüße vom Team des Seniorentreff, i.V. Helga und Andreas Nitsch